Themen | Politik & Gesellschaft

Brüder, zur Sonne, zur Freiheit


Musik: russisches Volkslied 19. Jhdt., Text: Hermann Scherchen (1918)

Das Lied "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit" basiert auf dem russischen Arbeiterlied "Tapfer, Genossen, im Gleichschritt", 1895 von Leonid Petrowitsch Radin getextet. Er saß zu dieser Zeit im Gefängnis. Die Melodie entstammt jedoch einem russischen Volkslied. Zum ersten mal wurde es gesungen, als politische Gefangene 1897 per Fußmarsch das Gefängnis wechselten. Bereits zur Revolution im Jahre 1905 wurde es zur russischen Hymne.

Die deutsche Fassung entstand 1918. Der Dirigent Hermann Scherchen, welcher Leiter eines Arbeiterchores war, übersetze das Lied ins Deutsche. Hermann Scherchen (1891 in Berlin geboren, 1966 in Florenz gestorben), ein überzeugter Kommunist, verließ 1933 Deutschland wegen seiner Ablehnung des Nationalsozialismus. Er kehrte auch nie wieder nach Deutschland, oder der sozialistischen DDR, zurück. Offenbar fühlten "überzeugte Kommunisten" sich auch in kapitalistischen" Ländern wohl.

In Deutschland wurde das Arbeiter-Kampflied "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit" zum ersten mal am 21. September 1920 in Berlin öffentlich gesungen. Seit dieser Zeit etablierte sich das Lied zu einem der am häufigsten gesungen Arbeiterlied. Manche Quellen behaupten, es sei das meistgesungene Lied der Arbeiterbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg.

In den Tagen um den 17. Juni 1953 kam es in der Deutschen Demokratischen Republik zu einer Serie von Streiks und Demonstrationen, gerichtet gegen den Deutschen "Arbeiter und Bauerstaat". Diese Zeit ging als Aufstand des 17. Juni (auch Volksaufstand oder Arbeiteraufstand) in die Geschichte ein. Das Lied "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit" wurde von den Aufständigen in zahlreichen Orten gesungen. Man wollte damit wohl seine Zugehörigkeit zur Arbeiterklasse (dem Volk) zum Ausdruck bringen, welches sich nichts mehr vom Staat diktieren lassen möchte.

Das Lied "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit" wurde auch auf Parteiversammlungen der SED und Kundgebungen gern geträllert.

Zu den Demonstrationen in der Wendezeit 1989, als die Bürger der DDR gewaltlos die Auflösung eines ganzen Staates bewirkten, wurde dieses Lied, genau wie schon 1953, provokativ gesungen.

Das russische Original verfügt über sieben Strophen, die deutsche Nachdichtung war zunächst nur dreistrophig. Erst später, in der Weimarer Republik, wurde eine vierte Strophe angefügt. Sie wurde in der allgemeinen Arbeiterbewegung gesungen.
Eine fünfte Strophe wurde von der kommunistischen Bewegungen angedichtet und gesungen.

Das Lied war so beliebt, das sogar die Nationalsozialisten es umschrieben und zu einem der bekanntesten Propagandalieder im Dritten Reich machten.

Vollständiger Text:
Brüder, zur Sonne, zur Freiheit,
Brüder zum Lichte empor,
hel aus dem dunklen Vergangnen
leuchtet die Zukunft empor!

Seht, wie der Zug von Millionen
endlos aus Nächtigem quillt,
bis eurer Sehnsucht Verlangen
Himmel und Nacht überschwillt!

Brüder, in eins nun die Hände,
Brüder, das Sterben verlacht!
Ewig, der Sklav'rei ein Ende,
heilig die letzte Schlacht!



Autor: nokiland


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