Themen | Ostalgie

Typisch DDR



Teil 4: Der Ossi improvisiert statt zu verzweifeln


Legendär ist der Ruf der Ossis als Improvisateure und Erfinder. Ein "Geht nicht!" gab's nichts.


DDR Arbeitsalltag
©RSM 
Kellerregale baute man beispielsweise selber. Antennen zum Empfang des West-Fernsehens wurden in Eigenregie gefertigt, auch wenn das n√∂tige Aluminiumrohmaterial nicht immer gleich verf√ľgbar war. Auch Rasenm√§her, Kreiss√§gen, Drechselb√§nke und vieles mehr wurden selbst gebaut. Vor allem Kreiss√§gen und Drechselb√§nke waren relativ einfach zu bauen, boten aber einen hohen Nutzwert. Eigenbau Ger√§te waren keine Seltenheit.

Auch die Kinder und jugendlichen bauten schon flei√üig eigene Ger√§te. Bei mir war es ein Windrad mit Fahrraddynamo zur Stromerzeugung. Bestimmt keine gro√üartige Sache mit wirklichem Nutzwert, aber darum ging es auch nicht. In meiner Klasse wollte sogar ein Sch√ľler Silber aus seinem Blut gewinnen, um ein kleines Herz daraus zu gie√üen. Die Theorie dazu hatte er im Kopf, doch sicherlich nicht genug Blut im K√∂rper. Andere Klassenkameraden beuten selbst E-Gitarren samt Verst√§rker und √ľbertrumpften sich gegenseitig bei der Erh√∂hung der Leistung und Senkung des Klirrfaktors.

Sicherlich war nicht jeder DDR B√ľrger ein Erfinder. Wer genug Geld und Beziehungen hatte, konnte sich genau so alles leisten und kaufen wie auch in der BRD. Auf der anderen Seite machten nicht wenige pfiffige K√∂pfe viel Geld mit ihrem handwerklichen Geschick. Sei es durch den Verkauf von Handwerkskunst auf den Flohm√§rkten, der Reparatur von Ger√§ten oder dem Bau von Maschinen, Anlagen oder auch Gew√§chsh√§usern. Sogar Traktoren baute man selbst. Motor und Getriebe beispielsweise von einem Robur, Tank vom Trabant und das ganze auch noch "behindertengerecht". So gro√ü mu√üte es nicht immer sein. Viele bauten sich Messger√§te oder Konsumg√ľter selbst. Zu nennen ist beispielsweise ein Oszilloskop, ein elektronisches Me√üinstrument zur grafischen Darstellung von Signalen auf einem Bildschirm. Beliebt war auch der Eigenbau von HiFi Verst√§rkeranlagen, Mischpulten, Lichteffektanlagen.

Ausgefallene Eigenbauprojekte gab es auch. In der 9. Klasse begann ich mit dem Bau eines Stickstofflasers. Damals, vor 25 Jahren, war ein Laser noch ein exotisches Ding, keine kleiner Laserdiode, die in einen Kugelschreiber pa√üt. Laser waren gro√ü und kosteten sehr viel Geld. Eines Tages ver√∂ffentliche die DDR Jugendzeitschridt "Jugend und Technik" den Bauplan eines Stickstofflasers. Ich war fasziniert und lernte die Dimensionierung des Lasers zu berechnen. Leider kam ich am ende nicht an alle Baumaterialien heran. Fesselnd war das Thema aber auch nach der Wende. Bei Conrad kaufte ich mir f√ľr √ľber 1.000 DM einen fertigen Laser nebst Zubeh√∂r und erstellte mein erstes Hologramm von meiner Armbanduhr.


Autor: nokiland


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Teil 1: Typisch DDR
Teil 2: Der Ossi ist sparsam
Teil 3: Der Ossi kann alles...?
Teil 4: Der Ossi improvisiert statt zu verzweifeln
Teil 5: Elektronik - ein Lieblingshobby des Ossi
Teil 6: Ossi-Mentalit√§ten und Eigenheiten f√ľr die deutsche Zukunft




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