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SERO - Recycling in der DDR


Die MĂŒlltrennung, Sammlung und das Recycling gesammelter SekundĂ€rrohstoffen in der ehemaligen DDR war heutigen Konzepten ĂŒberlegen. Damals wurden SekundĂ€rrohstoffe erfasst um teure Rohstoff zu sparen, ein volkswirtschaftliches Anliegen. Zudem zahlte der Staat den "Altstoffsammlern" viel Geld fĂŒr MĂŒll aller Art. Möglich war das damals durch den VEB SERO mit seinem flĂ€chendeckenden Netz von Altstoff Annahmestellen.


Berlin, Altstoffsammlung von SchĂŒlern
©Bundesarchiv 
Um die Unterschiede der MĂŒllverwertung in der DDR und Heute zu verstehen, muss man etwas ĂŒber das "damals in der DDR" wissen. Es wurde in der DDR keine Marktwirtschaft praktiziert, sondern eine Planwirtschaft. In der Marktwirtschaft, um es einfach auszudrĂŒcken, legt die Nachfrage fest, wer was in welchen Mengen produziert, welches Unternehmen dank der Konkurrenz nicht mithalten kann oder welche Produkte eine Firma neu in ihr Sortiment aufnimmt um Marktanteile zu gewinnen. Ein Haufen großer und kleiner Haie tummelt sich auf dem Markt, wirbt um Kunden fĂŒr ihre Produkte. Die Folgen kennen wir. MarktsĂ€ttigung, Ausbeutung der Natur, Überangebot, Wegwerfgesellschaft, vielfĂ€ltiger VerpackungsmĂŒll.

Die Marktwirtschaft generiert marketingbedingt gigantische MĂŒllberge. Wer sich am Markt durchsetzen will, muss eigene kreative Wege gehen, das Produkt betonen, aus der Masse heraus stechen, interessante Verpackungsmöglichkeiten finden. Die daraus resultierende Flut von VerpackungsmĂŒll kann nicht effektiv getrennt und recycelt werden. In die gelbe Tonne kommt beispielsweise das BĂŒgeleisen genau so rein wie eine Plastikflasche, Spraydose oder die Konservendose. Um unseren heutigen MĂŒll nach Rohstoffen zu trennen, mĂŒssen teure automatische Anlagen gekauft werden.

Die staatliche Planwirtschaft in der DDR orientierte sich an dem Grundbedarf der BĂŒrger und den zur VerfĂŒgung stehenden Ressourcen. Das bedeutet, Rohstoffe waren knapp und wurden nicht fĂŒr aufwendige Verpackungsmaterialien verschwendet. Möglich war das, weil in der Planwirtschaft der Staat die Wirtschaft in der Hand hat. Sortimente und Produktionszahlen wurden zentral geplant, verwaltet, vereinheitlicht. Auch Verpackungen und Verpackungsmaterialien Ă€hnelten sich. Der Anteil der Verpackung am Produkt war wesentlich geringer als heute und Verpackungsmaterialien glichen sich. Dieser Umstand vereinfachte natĂŒrlich enorm die MĂŒlltrennung, die dem BĂŒrger auch noch Geld einbrachte. Ja, richtig gehört. Wer in der DDR seinen MĂŒll trennte, recyclingfĂ€higen MĂŒll sammelte und an einer Sammelstelle abgab, bekam dafĂŒr auch noch Geld.


Autor: nokiland


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Teil 1: SERO - Recycling in der DDR
Teil 2: SERO - Annahmestellen fĂŒr Altstoffe




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