Themen | Schule & Ausbildung

Weisungsbefugnis der Schulleitungsmitglieder


Bereits die Schulordnung vom 20. Oktober 1967 (GBl. II S. 769) bekr├Ąftigte in ┬ž 11, dass der Direktor einer Schule der staatliche Einzelleiter seiner Einrichtung sei. Der Direktor ernannte die Mitglieder der Schulleitung entsprechend den Bedingungen an seiner Schule und st├╝tzte sich in seiner T├Ątigkeit auf sie. Er leitete die Mitglieder der Schulleitung an, ├╝bertrug ihnen Aufgaben und delegierte die Weisungsbefugnis.

Der ┬ž 23 der Schulordnung betonte, dass durch die T├Ątigkeit der Schulleitung die pers├Ânliche Verantwortung des Direktors f├╝r die Gesamtleitung der Schule einschlie├člich Hort unber├╝hrt bleibt. Pers├Ânliche Verantwortung wurde nicht delegiert, trotz der m├Âglichen Delegierung von Weisungsbefugnissen.

In der Schulordnung (┬ž┬ž 21 und 23) stand, dass der Direktor den Schulleitungsmitgliedern Aufgaben oder Aufgabenbereiche ├╝bertr├Ągt, bei denen es sich um sachlich und zeitlich fest abgegrenzte Einzelaufgaben oder Aufgabenkomplexe handelte, die nat├╝rlich der konkreten Schulsituation entsprechen m├╝ssen. Vor dem Erteilen eines konkreten Auftrags an das Schulleitungsmitglied musste eine gr├╝ndliche Anleitung ├╝ber den Inhalt und das Ziel der Aufgabe erfolgen.

Das ├ťbertragen einer bestimmten Aufgabe an das Schulleitungsmitglied war nicht automatisch mit einem Weisungsrecht gegen├╝ber anderen Lehrern oder Erziehern verbunden. Der Direktor konnte jedoch an Mitglieder der Schulleitung f├╝r ganze Bereiche (zum Beispiel eine Fachkombination, die Organisierung der F├╝rsorge und der Aufsicht den Sch├╝lern gegen├╝ber) oder f├╝r sachlich und zeitlich begrenzte Aufgaben (z. B. zur Anfertigung einer bestimmten Kontrollarbeit) auch das Weisungsrecht ├╝bertragen. In einem solchen Fall war das Mitglied der Schulleitung berechtigt, anderen Lehrern und Erziehern verbindliche Weisungen im Rahmen des jeweils konkreten Arbeitsrechts Verh├Ąltnisses zu erteilen.

Vor dem ├ťbertragen des Weisungsrechts war gr├╝ndlich die Aufgabe zu beraten und der Inhalt der Weisungsbefugnis exakt abzugrenzen. Der ┬ž 23 der Schulordnung bestimmte au├čerdem, das P├Ądagogenkollektiv von der Art und dem Umfang dieses Weisungsrechts in Kenntnis zu setzen. Wurde das Weisungsrecht f├╝r einen ganzen Bereich ├╝bertragen, so war das schriftlich festzulegen.


Autor: nokiland


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