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Zum 40. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik am 07. Oktober 1989


Tagesbefehl des Ministers f├╝r Nationale Verteidigung zum 40. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik am 07. Oktober 1989:

Genossen Soldaten und Matrosen, Unteroffiziere und Maate!
Genossen F├Ąhnriche und Offiziere, Generale und Admirale!
Genossen Zivilbesch├Ąftigte und Reservisten!

40 Jahre Deutsche Demokratische Republik - das sind vier Jahrzehnte praktischer Beweise f├╝r die Kraft und die Vitalit├Ąt des Sozialismus auf deutschem Boden. Die Arbeiterklasse hat im B├╝ndnis mit allen anderen Werkt├Ątigen unter F├╝hrung der marxistisch-leninistischen Partei einen modernen, politisch stabilen sowie ├Âkonomisch, wissenschaftlich-technisch und kulturell leistungsf├Ąhigen, in aller Welt wegen seiner Friedenspolitik geachteten Staat geschaffen und zum Wohle seiner B├╝rger ausgestaltet.

Fest im Volk verwurzelt, Schulter an Schulter mit den Waffenbr├╝dern der Sowjetarmee und der anderen Armeen der sozialistischen Verteidigungsgemeinschaft haben die Angeh├Ârigen der Nationalen Volksarmee und der Schutz- und Sicherheitsorgane dazu beigetragen, da├č die Macht und die wichtigsten Produktionsmittel sicher in Volkes Hand blieben, da├č alle Angriffe und Anschl├Ąge auf unsere sozialistischen Errungenschaften entschlossen abgewehrt wurden, da├č sich unser Land als ein St├╝tzpfeiler des Friedens und der Entspannung in Europa entwickeln konnte.

Die Angeh├Ârigen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR dienten und dienen dem deutschen Staat, der mit Imperialismus, Militarismus und Faschismus, mit Rassismus und Chauvinismus gr├╝ndlich und endg├╝ltig abgerechnet hat.

Sie dienten und dienen dem deutschen Staat, der menschenw├╝rdige Verh├Ąltnisse f├╝r alle seine B├╝rger schafft, in dem das Recht auf Arbeit, Bildung und Erholung, auf Mitbestimmung und Mitgestaltung im Betrieb und im Territorium, im gesamten gesellschaftlichen Leben, das Recht auf bezahlbaren Wohnraum, auf Gesundheitsschutz und Sozialf├╝rsorge erarbeitete und st├Ąndig weiter ausgestaltete Wirklichkeit ist.

Sie dienten und dienen dem Staat, dem es wahrhaftig und in erster Linie um die Menschen und ihren gesicherten Frieden geht, in dem es keinerlei Interesse an R├╝stung, R├╝stungsprofit und Expansion gibt, der im Gegenteil eine wirksame Barriere gegen alle Aggressionsversuche der ewig Gestrigen errichtet hat.

Darum gilt am heutigen Tag der herzliche Dank unseres werkt├Ątigen Volkes allen Angeh├Ârigen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR, der Zivilverteidigung und der anderen Schutz- und Sicherheitsorgane, den heute aktiv Dienenden wie den Reservisten, den Jungen wie den Veteranen, f├╝r den ehrlichen und treuen -Dienst, den jeder auf seinem Posten und zu seiner Zeit f├╝r unser sozialistisches Vaterland leistete und leistet.

Jetzt gilt es, mit hohem Verantwortungsgef├╝hl an die Aufgaben von morgen zu gehen. Denn bei allen positiven Ans├Ątzen zur internationalen Entspannung und Vertrauensbildung ist eine echte Wende zu beiderseitiger Abr├╝stung noch nicht erreicht.

Im NATO-Block wird nach wie vor hochger├╝stet und auf milit├Ąrische ├ťberlegenheit gesetzt. Die beispiellosen Abr├╝stungsvorleistungen der Staaten des Warschauer Vertrages werden westlich unserer Grenzen bisher noch mit steigenden Milit├Ąrausgaben und fortgesetztem Wettr├╝sten beantwortet.

Um von diesen friedensgef├Ąhrdenden Aktivit├Ąten abzulenken, die Arbeiter-und-Bauern-Macht und deren Friedenspolitik in Mi├čkredit zu bringen, wird eine w├╝ste Hetz- und Verleumdungskampagne gegen den Sozialismus in der DDR inszeniert.

W├Ąhrend sich neofaschistische Kr├Ąfte in der BRD wachsenden Zuspruchs und staatlicher F├Ârderung erfreuen, verlangen f├╝hrende Politiker ganz offiziell die Wiederherstellung des im Feuer des zweiten Weltkrieges untergegangenen "Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937".

Das d├╝rfen und werden wir nicht ├╝bersehen. Doch was den Feinden des sozialistischen deutschen Staates trotz gr├Â├čter Anstrengungen in vier Jahrzehnten nicht gelungen ist, die konterrevolution├Ąre Beseitigung des Sozialismus, der Macht der Arbeiter und Bauern auf deutschem Boden, das wird auch k├╝nftig nicht gelingen. Daf├╝r arbeiten und k├Ąmpfen wir.

Auch 50 Jahre nach der Entfesselung des zweiten Weltkrieges durch die deutschen Imperialisten werden die Initiativen unserer sozialistischen Staaten f├╝r Entspannung und Abr├╝stung, f├╝r die Reduzierung der Streitkr├Ąfte und der Verteidigungsausgaben immer von den Anstrengungen zur Aufrechterhaltung der Verteidigungsbereitschaft auf dem erforderlichen Niveau begleitet sein.

Gehen wir deshalb gut vorbereitet an die Aufgaben des neuen Ausbildungsjahres, sorgen wir gemeinsam in Vorbereitung und Auswertung des XII. Parteitages der SED f├╝r bestm├Âgliche Ergebnisse beim Schutz der sozialistischen Heimat!

In diesem Sinne begr├╝├če und begl├╝ckw├╝nsche ich Sie alle herzlich zum 40. Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik!

Ihnen und Ihren Familien w├╝nsche ich neue Erfolge im Dienst und in der Arbeit, Gesundheit und Gl├╝ck im pers├Ânlichen Leben!

7. Oktober 1989

Minister f├╝r Nationale Verteidigung
Heinz Ke├čler
Armeegeneral
 

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