Landkreis Sonneberg

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Sonneberg Lage von Sonneberg in Deutschland
Basisdaten
Bundesland Freistaat Th├╝ringen
Verwaltungssitz Sonneberg
Kreisgliederung 16 Gemeinden
Kreis-Schlüssel 16 0 72
Kfz-Kennzeichen SON
Fläche 433,36 km²
Einwohner 60.560
Bevölkerungsdichte 139,75 Einwohner pro km²
Adresse der Kreisverwaltung Bahnhofstra├če 66
96515 Sonneberg
Webseite http://www.landkreis-sonneberg.de

Der Landkreis Sonneberg ist ein Landkreis im S├╝den Th├╝ringens. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, im Osten der bayerische Landkreis Kronach, im S├╝den der ebenfalls bayerische Landkreis Coburg und im Westen der Landkreis Hildburghausen.

Der Landkreis Sonneberg erstreckt am S├╝dabhang des Th├╝ringer Waldes von den H├Âhen des Rennsteigs bis hin zu den Niederungen des Sonneberger Unterlandes und der Schalkauer Platte und grenzt im S├╝den und Osten an das Maintal und den Frankenwald sowie das Werra- und Schwarzatal im Norden und Westen. Mehr als die H├Ąlfte der Fl├Ąche ist bewaldet; im S├╝den bieten fruchtbare B├Âden die Voraussetzung f├╝r ertragreiche Ernten in der Landwirtschaft. H├Âchster Punkt des Landkreises ist der Ble├čberg mit 863 Meter ├╝ber NN.

Aufgrund des gro├čen Gesteinsvorkommen entstanden im Landkreis Sonneberg zahlreiche Industriebetriebe. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts bildete die bergm├Ąnnische T├Ątigkeit zur Schiefer-, Wetzstein-, Erz- und Goldgewinnung die Haupterwerbsquelle. Nach und Nach entwickelten sich in den Flusst├Ąlern Handwerk und Gewerbe. Das Vorkommen von Quarz als Grundlage der Glasherstellung lie├č diese bereits fr├╝hzeitig im Kreisgebiet ans├Ąssig werden. Bereits im Jahr 1597 erteilte der Herzog von Sachsen-Coburg an die Glasmacher Hans Greiner und Christoph M├╝ller die Konzession f├╝r den Bau einer Glash├╝tte im Tal der Lauscha. In der Folge entwickelte sich die Glasindustrie bis heute zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor im Th├╝ringer Wald. Pr├Ąchtig schillernder Christbaumschmuck machte das Lauschaer Glas ab 1860 ber├╝hmt. Zwei reiche Vorkommen eines zur Porzellanherstellung geeigneten Sandes bei Steinheid und Neuhaus-Schierschnitz waren ab 1772 der Ausgangspunkt f├╝r die Entwicklung einer gro├č angelegten Porzellanindustrie auf der Grundlage des 1760 erfundenen Th├╝ringer Porzellans. Es wurden Geschirre, Zierporzellan, die feinen Porzellanpuppenk├Âpfe und sp├Ąter auch technische Porzellane f├╝r die Energieversorgung sowie Z├╝ndkerzen gefertigt. Auch Schiefergriffel aus Steinach hatten einen weltbekannten guten Ruf. Der au├čerordentliche Waldreichtum des Gebietes gab vielen Handwerkern Arbeit und lie├č im 17. Jahrhundert auch die Spielzeugindustrie erbl├╝hen.

Der Landkreis Sonneberg, der heute von der Deutschen Spielzeugstra├če, der Th├╝ringisch-Fr├Ąnkischen Schieferstra├če und der Th├╝ringer Porzellanstra├če tangiert wird, geh├Ârt zu den Hauptzielen des Fremdenverkehrs in Th├╝ringen. Touristische Ziele sind das Deutsche Spielzeugmuseum sowie die h├Âchstgelegene Sternwarte Deutschlands mit Astronomiemuseum und das Meeresmuseum Nautiland in Sonneberg.

Kreisgliederung

Zum Landkreis Sonneberg gehören 5 Städte und 11 kreis­zugehörige Gemeinden.

Städte:

Lauscha, Neuhaus am Rennweg, Schalkau, Sonneberg, Steinach (Th├╝ringen)

Verbandsfreie Gemeinden:

Bachfeld, Effelder-Rauenstein, F├Âritz, Goldisthal, Judenbach, Mengersgereuth-H├Ąmmern, Neuhaus-Schierschnitz, Oberland am Rennsteig, Scheibe-Alsbach, Siegmundsburg, Steinheid