Maecker  Bundesarchiv, Bild 183-1989-1101-414 / Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0 

Helga Hahnemann



*08.09.1937 Berlin | †20.11.1991 Berlin
deutsche Entertainerin, Kabarettistin und Schauspielerin

Helga Hahnemann (Spitzname ‚ÄěHenne‚Äú) war eine deutsche Entertainerin, Kabarettistin und Schauspielerin. Ende der 1970er Jahre entwickelte sie sich mit ihrer Berliner Art und Schnauze zur beliebtesten Entertainerin der DDR.

Nach 3 Jahren an der Schauspielschule in Berlin Niedersch√∂neweide hatte Helga Hahnemann ihren ersten Auftritt in der Leipziger Pfefferm√ľhle. Ihr Erfolg begann jedoch 1961 in Berlin im Deutschen Fernsehfunk, wo sie in √ľber 30 Folgen der TV Serie "Tele-BZ" zu sehen war. Ihre erste Auszeichnung, der Kunstpreis des Freien Deutschen Gewerkschaftsbunds der DDR, verdankte sie ihren Auftritten in dieser damals beliebten Serie. Es dauerte nicht lange und sie hatte einen festen Platz im Deutschen Fernsehfunk.

Im Rundfunk, bei dem Sender "Berlinder Rundfunk", moderierte sie die Sendung "Helgas Top(p)-Musike". Daraus entstanden nebenbei 3 TV Sendungen.

Weitere Bekanntheit erlangte Helga Hahnemann durch ihre Moderation der beliebten Samstagabend Show "Ein Kessel Buntes". Gern beschmunzelt wurden ihre Sketche bei Auftritten mit zum Beispiel Alfred M√ľller, Herbert K√∂fer, Rolf Herricht, Gerd E. Sch√§fer und vielen anderen DDR Komikern und Unterhaltungsk√ľnstler.

Ihre Erfolge als S√§ngerin basierten auf ihrer witzigen, nachdenklichen bis frechen Art und den Texten von Angela Gentzmer oder Arndt Bause. Lieder, wie beispielsweise "Wo ist mein Jeld blo√ü geblieben", "U Bahn Beat", "Jetzt kommt dein S√ľ√üer" oder "100 mal Berlin" geh√∂ren zu ihren bekanntesten.

Auch als Sprecherin, Synchronsprecherin bet√§tigte sie sich. In der DEFA-Puppentrickfilmserie "Feuerwehr Felicitas" (1968 bis 1975) √ľbernahm sie die Stimme des Hauptmanns Felicitas. In drei Olsenbanden-Filmen verlieh Helga Hahnemann der weiblichen Hauptfigur Yvonne Jensen ihre Stimme.

Helga Hahnemann verstarb am im November 1991 mit nur 54 Jahren an Lungenkrebs. Eine f√ľr Sylvester geplante Show mit ihr als Moderatorin konnte nicht mehr umgesetzt werden.

Seit 1995 wurde von der Zeitschrift Superillu und dem Mitteldeutsche Rundfunk MDR ein Preis nach ihr benannt. Die Goldene Henne wird j√§hrlich im Friedrichstadtpalast in Berlin zur Erinnerung Helga Hahnemann (Spitzname ‚ÄěHenne‚Äú) verliehen. Der Preis ist ein 3,5 kg schweres und 22 cm hohes vergoldetes Huhn aus Bronze, das von dem Berliner K√ľnstler Christian Bonnet geschaffen wurde.

Noch heute sind CDs und DVDs von und mit Helga Hahnemann ein Verkaufsrenner. Der Marktplatz Amazon listet √ľber 50 Produkte von ihr.

In den letzten Jahrzehnten der DDR avancierte Helga Hahnemann zum Publikumsliebling der Unterhaltungsbranche in der DDR. Ihre Revuen im Friedrichstadtpalast waren stets ausverkauft, TV Sendungen erzielten sehr hohe Einschaltquoten. Ein Grund daf√ľr waren die vielen Sketche und Persiflagen auf den Alltag in der DDR.

Helga Hahnemann war das Vorbild von Ilka Bessin, bekannt unter dem Namen "Mandy aus Marzahn". So wundert es nicht, dass "Mandy aus Marzahn" irgendwie an Helga Hahnemann erinnert. Beide sind in der DDR aufgewachsen, lebten in Berlin, sind korpulent und verf√ľgen √ľber eine ausgesprochene "Berlinder Schnauze".


Helga Hahnemann wirkte in √ľber 40 Filmen mit. Der erste Film mit dem Titel "Unser Sandm√§nnchen (als Nickeneck)" stammt aus dem Jahr 1962. Die letzte Produktion, "Tiere machen Leute (TV-Serie)" wurde im Jahr 1988 gedreht. Helga Hahnemann drehte innerhalb von 28 Jahren 40 Filme in der DDR. Das entspricht 1.43 Filme pro Jahr. Nach der Wiedervereinigung drehte Helga Hahnemann keine Filme mehr. Als Filmdarsteller war Helga Hahnemann in der DDR erfolgreicher als nach der deutschen Wiedervereinigung.

Helga Hahnemann spielte mit √ľber 52 namenhaften Darstellern in √ľber 40 Filmen zusammen. Am h√§ufigsten war Helga Hahnemann mit Fred Delmare, Herbert K√∂fer und Sigrid G√∂hler im Fernsehen oder Kino zu sehen. Zu den bekanntesten Schauspielkollegen geh√∂rt mit √ľber 209 Produktionen Fred Delmare.

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Schlagwörter: Helga Hahnemann Entertainerin Kabarettistin Schauspielerin Komikerin Comedy


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